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Villa Trissino Barbaran

Die Entdeckung des Tourismus und einer tausendjährigen Küchentradition

Abschluss des zweiten Workshops der “Täler des Weins und der Geschichten, Länder zum Genießen” in Castelbomberto.

Vicenza, den 16. April 2014. Geschichte und Geschmäcker – so das Leitmotiv des zweiten Workshops “Täler des Weins und der Geschichten, Länder zum Genießen”, das in Castelgomberto in der suggestiven Lokalität von Villa Barbaran stattgefunden hat; ein Ort, der noch den vollen Reiz der Vergangenheit bewahrt. Die Küche und die örtlichen Erzeugnisse erzählen vom einmaligen und außergewöhnlichen Reichtum der Länder im Westen und Oberland Vicenzas, und sind der unverwechselbare und authentische Ausdruck der Kultur eines Volkes und eines jahrhundertelang überlieferten Knowhows.
„Der Tourist soll den Geschmack selbst finden“, so die Worte des angesehenen Journalisten Alfredo Pelle von der Zeitschrift Espresso, der an der Veranstaltung anwesend war. „Italiens Tourismus macht gerade eine heikle Phase durch; an Ostern hat das Gaststättengewerbe einen 25%igen Rückgang registriert. Daher sollte man in der Lage sein, die eigene Kultur weiter zu geben und die Kultur befindet sich hier.“ Nach Alfredo Pelle äußerte sich Fabrizio Stelluto vom Verband der regionalen Landwirtschaftsjournalisten, der die wichtige Rolle der Information als Verbreitungs- und Aufwertungsmittel des bäuerlichen Gemeingutes hervor gehoben hat: „Wir schauen auf den Rohstoff; achten auf den Verarbeitungsprozess; versuchen, die Informationen mithilfe von verschiedenen Mitteln, wie Websites oder monatlichen Museumsführungen, zu übermitteln. Um das Gebiet effizient zu promoten, müssen wir lernen, dessen Eigentümlichkeiten zu kennen, aber auch ein Netz der Gastfreundlichkeit zu schaffen. Wir sind die Kinder dieser Erde – fügt er hinzu – und müssen ihr helfen“.
Dies ist auch das Hauptziel des PIAR-Projekts; oder besser gesagt: Ressourcen und Energien in den touristischen Aufwertungsprozess des Gebiets durch die Miteinbeziehung von örtlichen Herstellern und Händlern zusammen zu legen.
„Wir haben die Besonderheiten der drei Täler kombiniert,“ – sagte Matteo Mancillotti, Bürgermeister von Chiampo, der anführenden Gemeinde der Initiative – „die den Wein als gemeinsamen Leitfaden haben und dank dieses Produkts haben wir die ungewöhnlichen Schönheiten unseres Gebiets entdeckt. Die Erfindung eines Markennamens stellt die größte Herausforderung dar: ein Produkt kaufen bedeutet, ein Stück der Geschichte unseres Landes zu kaufen“.
Der Umweltfaktor spielt in der Werbung für das Gebiet die Hauptrolle. Der Beitrag des Slow Food-Vorsitzenden Mauro Pasquali unterstreicht die Notwendigkeit, den Wert der Umwelt als Attraktionsfaktor wieder zu entdecken: „Nach jahrelanger Entwicklung und wilder Urbanisierung ist nun der Moment gekommen, sich wieder um die Umwelt zu kümmern.“
Der vom Stellvertreter des Konsortiums „La Serenissima Agno Chiampo“ Gianni Spagnolo moderierte Workshop hat den Grundstein für den Aufbau eines Tourismusnetzes gelegt, das allen Touristentypen (Behinderte eingeschlossen) zugänglich und nutzbar ist. „Ein Tourismus,“, wie ihn Spagnolo selbst definiert, „der langsam und intelligent fortschreitet und in der Lage ist, die Emotionen einer Geschichte und den in jedem Erzeugnis erlebbaren Genuss zu übermitteln.“
Und eben die örtlichen Erzeugnisse waren die Hauptattraktionen der Kostprobe am Ende der durch Bandmusik unterstrichenen Veranstaltung. Ein regelrechtes Schaufenster für den Geschmack, das von den örtlichen Herstellern geboten wurde: vom Durello, bis hin zum Asiago, von den Kutteln bis hin zum Stockfisch, vom Honig bis hin zum Brot: Alles erzählte von der Gegend und ihrer tausendjährigen Geschichte.