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Die Geschichte eines Tals in der Provinz von Vicenza, um das Gebiet zu entdecken und alte Traditionen aufleben zu lassen

Der letzte der drei Workshops im Rahmen des PIARACCESS-Projekts, das “Die Täler des Weins und der Geschichten. Länder zum Genießen“ genannt wird und den Unternehmern der Tourismusbranche und der Presse gewidmet ist, hat im Palazzo Toaldi Capra von Schio (Provinz von Vicenza) stattgefunden. Das Projekt schließt 16 Gemeinden des Westens und Hochlandes von Vicenza ein (Chiampo, Arzignano, Castelgomberto, Cornedo Vicentino, Gambellara, Isola Vicentina, Malo, Montebello Vicentino, Montecchio Maggiore, Montorso Vicentino, San Vito Leguzzano, Schio, Sovizzo, Trissino, Zermeghedo, Monteforte d’Alpone).

Das Event war eine Gelegenheit, über das neue Projekt für integrierten Tourismus in diesem Gebiet zu sprechen, wo Tradition, Natur, Geschichte, Kultur, Önologie und Gastronomie eine Vielzahl von Vorschlägen und Aufenthaltsgelegenheiten von höchster Qualität bieten. Die Protagonisten des letzten Treffens der drei Workshops-Serie waren verschiedene Experten aus der Tourismus-, Önologie- und Gastronomiebranche. Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Carla Urban hat die Debatte eröffnet und mithilfe von suggestiven Bildern von Schio, dem Leogra-Tal und den Kleinen Dolomiten, den Orten des „Großen Kriegs“ nicht nur die historischen, künstlerischen und landschaftlichen Schönheiten, sondern auch die Bedeutung des önologischen und gastronomischen Sektors und der durch traditionelle Arbeitsweisen hergestellten Produkte hervorgehoben. Als Beispiel wurde das Brot angeführt, das im Mittelpunkt eines von Schios Bäckern geführten Kampfes steht, die das auf industrieller Weise hergestellte Brot zurückgewiesen haben. Nennenswert unter den Hauptprodukten des önologischen und gastronomischen Reichtums der Täler des Weins und der Geschichten sind darüber hinaus der auf klassische Weise hergestellte  Durello-Wein, die biologisch angebauten Äpfel, die rote Bohne, der Trüffel, der Ziegen-Frischkäse, der Honig, die weiße Karotte, die Steinpilze, die San Martino-Birne, das minimalistische Symbol dieses Tals und die reichhaltigen Gerichte der lokalen Küche wie: der Presskopf, das biologische Brot aus Mutterteig, der Stockfisch, der Kartoffelkuchen, das Siedfleisch, der nach Rezepten des Ogra-Tals zubereitete Hasenbraten. Gianni Spagnolo des Konsortiums La Serenissima Agno-Chiampo hat auf dieser langen Liste bestanden, und besonders die Anziehungskraft des neuen Tourismus und die Aufwertung der Spezialitäten und Besonderheiten des Gebiets hervor gehoben.

Giorgio Santacaterina, der neue Treuhänder von Slow Food Schio, hat sich den Äußerungen Spagnolos angeschlossen.  „In diesem Gebiet wurde in den letzten Jahren eine starke Rückkehr der jungen Leute zur Landwirtschaft registriert, mit besonderer Hinsicht auf den Anbau autochthoner Erzeugnisse“. Eine echte Stärke für die Aufwertung und Vermarktung des Tourismus in diesen Gebieten stellen sicherlich die vielzähligen Hotels, die didaktischen Bauernhöfe und der önologische und gastronomische Tourismus dar. Die industrielle Berufung von Schio entnimmt man seiner Urbanistik. Ein Beispiel hierfür ist das gesamte Viertel, das den Arbeitnehmern der Fabriken gewidmet ist. Und so beginnt eine weitere Geschichte, die das touristische Erlebnis bereichert, und von Familien und Männern handelt, die dieses Gebiet in der ganzen Welt berühmt gemacht haben. Ein Beispiel hierfür ist „Lanerossi“, ein außergewöhnlicher Industriekomplex, wo einst wertvolle Stoffe hergestellt wurden, die in die ganze Welt exportiert wurden. Ein weiteres Beispiel für die industrielle Berufung Schios seit Mitte des 18. Jahrhunderts sind die alten Druckereien, die seit Ende des 15. Jahrhunderts die Methode des Erfinders der Presse Gutenberg anwendeten.

Die Debatte wurde während des Seminars durch die Beiträge von Fabrizio Stelluto, Präsident des Regionalen Verbands der Landwirtschafts- und Umweltjournalisten weitergeführt, der die Bedeutung des gebietsorientierten, durch den Enthusiasmus der in den vermarkteten Zonen lebenden Menschen unterstützten Marketings unterstrichen hat; und  von Aldo Lorenzoni, der die Bedeutung des Projekts PIAR-ACCESS „Täler des Weins und der Geschichten. Länder zum Genießen“ als Anfang eines Aufwertungsprozesses der sechzehn Gebiete und der Bereitstellung der Ressourcen und Besonderheiten in einem Unikum der Geschichte, Natur, Önologie und Gastronomie hervor gehoben hat.